Öffentliche Sicherheit Pratteln
 
 
Öffentliche Sicherheit Pratteln
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Schutzräumen und Schutzraum-Bau

Bei weiteren Fragen zum Schutzraumbau wenden Sie sich bitte an:

Gemeindeverwaltung Pratteln
Zivilschutz-Stelle
Schlossstrasse 34
4133 Pratteln

Arthur Moosmann                           Carlos Cutiérrez
Zivilschutzstelle                               Zivilschutzstelle
Tel. 061 825 22 57                          Tel. 061 825 22 07
arthur.moosmann@pratteln.bl.ch    carlos.gutierrez@pratteln.bl.ch

oder direkt an das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz Basel-Landschaft / Schutzbautel


 
 

1. Grundsatz, Schutzziel

Schutzbauten werden primär für den Fall des bewaffneten Konflikts erstellt, können aber auch bei Katastrophen und in Notlagen als Notunterkünfte genutzt werden. Der Grundsatz lautet: Jeder Einwohnerin und jedem Einwohner soll ein Platz in einem Schutzraum in der Nähe des Wohnorts zur Verfügung stehen.

 
 

2. Baupflicht, Steuerung des Schutzraum-Bau und Ersatzabgabe

Auch nach den gesetzlichen Änderungen über die Schutzraumbaupflicht im Bevölkerungs- und Zivilschutz-Gesetz (SR 520.1 BZG) bzw. der Zivilschutzverordnung (SR 520.11, ZSV) vom 01.01.2012 wird an der grundsätzlichen Schutzraum-Baupflicht festgehalten.

Schutzraum-Baupflicht im Kanton Basel-Landschaft ab. 01.01.2012 (Infoschreiben AMB BL)
Steuerung des Schutzraumbaus im Wohnbereich im Kanton Basel-Landschaft (Information AMB BL)
Baubewilligungsverfahren für private Schutzräume (Bauinspektorat BL)

 
 

3. Ausrüstung der Schutzräume

Die Eigentümer und Eigentümerinnen haben ihre Schutzräume mit dem für einen längeren Schutzraumaufenthalt erforderlichen Material auszurüsten. Die Ausrüstung eines (neuen) Schutzraums beinhaltet Liegestellen und Not-Aborte.

Hauseigentümer/innen sind nicht verpflichtet, die Liegestellen zu montieren. Diese können im Schutzraum oder in Nebenräumen eingelagert werden, so dass sie im Notfall nach längstens 24 Stunden aufgebaut und innert nützlicher Frist benützt werden können.

 
 

4. Unterhalt, Erneuerung und periodische Schutzraum-Kontrolle privater Schutzräume

Die Schweiz verfügt bei den Schutzbauten über einen sehr guten Ausbaustand. Deshalb steht nicht mehr der Bau von Schutzräumen im Vordergrund, sondern die Werterhaltung der bestehenden Infrastruktur. Die wichtigsten Massnahmen sind der regelmässige Unterhalt sowie die Erneuerung (Substanzerhaltung) von Schutzräumen sowie periodische Schutzraum-kontrollen (PSK), Kontrollen und Unterhalt sind in Weisungen des Bundes vorgegeben.

4.1 Unterhalt von privaten Schutzräumen

Die Unterhaltsarbeiten durch Eigentümer von privaten Schutzräumen beschränken sich in der Regel auf den normalen Gebäudeunterhalt, wie z. B. die Reinigung des Schutzraums und des Notausstiegs. Technische Unterhaltsarbeiten müssen nicht selber durchgeführt werden.

4.2 Erneuerung von privaten Schutzräumen

Die Erneuerung (Substanzerhaltung) umfasst grössere Reparaturen und den Ersatz von Schutzbaukomponenten, wie z. B. Ventilationsaggregate, Filter oder Explosionsschutzventile. Finanziert wird die Erneuerung von privaten Schutzräumen durch die Ersatzbeiträge. Dadurch werden die betroffenen Hauseigentümer finanziell entlastet. Für die Erneuerung von privaten Schutzräumen können Ersatzbeiträge jedoch nur dann verwendet werden, wenn der Eigen-tümer des Schutzraums seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist.

4.3 Periodische Schutzraum-Kontrollen

Eine weitere Massnahme zur Werterhaltung ist die periodische Kontrolle der Schutzräume. Sie ist Aufgabe der Kantone und der Gemeinden. Die Schutzraumkontrollen
- dienen der Überprüfung der technischen Einsatzbereitschaft der Schutzräume;
- helfen, das Verantwortungsbewusstseins der Schutzraumeigentümer zu stärken;
- schaffen günstige Voraussetzungen, dass die Schutzbereitschaft für die Bevölkerung rasch erstellt ist, insbesondere bei bewaffneten Konflikten, aber auch bei Katastrophen und in Notlagen.
Die periodische Schutzraum-Kontrolle im Kanton Basel-Landschaft erfolgt mindestens einmal alle 10 Jahre.

 
 

5. Nutzung in Friedenszeiten

Private Schutzräume dürfen in Friedenszeit privat genutzt werden, zB. als zusätzlicher Keller-, Hobby- oder Lagerraum, Archiv, Tresor usw.. Die Eigentümer und Eigentümerinnen haben aber dafür zu sorgen, dass die Schutzbauten auf Anordnung des Bundes innerhalb von 24h ohne erforderliche Spezialkenntnisse und mit einem vernünftigen Aufwand betriebsbereit gemacht werden können.

 
 

6. Wo ist mein Schutzraum-Platz? Zuweisungs-Planung (ZUPLA)

In der Gemeinde Pratteln wird die Schutzplatz-Zuweisung (Zuweisungs-Planung, ZUPLA) erst bei drohender Kriegsgefahr publiziert. Auf die Publikation in Friedenszeiten wird aufgrund der laufenden Fluktuation der Wohnbevölkerung und Bautätigkeit verzichtet.
 
 

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